Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Großenseebach

Die Gemeinde ließ im Jahre 1800 ein Leiterhaus erbauen, ein geringes Gebäude, in welchen die Feuerleitern, Haken und dergl. aufbewahrt wurden.

Mit den Gemeinden Hannberg-Heßdorf, besaß man gemeinschaftlich eine Druckspritze

Die erste Großenseebacher Löschmaschine wurde 1880 erwähnt.

 

Am 12. Juli 1897 gründete am die Freiwillige Feuerwehr Großenseebach

Als Bestätigung des Gründungsdatums wird auf die legendäre „Zeitung für Feuerlöschwesen“ zurückgegriffen.

Unsere Wehr wird beim bayrischen Landesfeuerwehrverband unter der Nr. 6595 als Zugang genannt.

 

Nach einer gemeinschaftlichen Inspektion im Jahre 1908 der FF-Wehren Großenseebach, Heßdorf und Untermembach – wurde festgestellt:

„Die Spritze funktioniert nicht mehr so richtig"

Dies sollte sich leider bei einem Großbrand im Juli 1911 im Anwesen Schaub (jetzt Hauptstr. 12) bestätigen. Durch ein spielendes Kind wurde ein Schuppen in Brand gesetzt, der Brand weitete sich auf die Scheune, sowie auf das angrenzende Wohnhaus und die Scheune des Nachbarn Georg Semmlinger aus. Bei herrschender Trockenheit waren die Gebäude im Nu ein Flammenmeer und es konnte wenig gerettet werden.

Anlässlich des Brandes schrieb der Bezirksfeuerwehrvertreter:

Dass sich die Unzulänglichkeit der Löschmaschine deutlich erwiesen hat und bei einer entsprechenden Saug- und Druckspritze das Feuer die Ausdehnung nicht erreicht hätte. Ein ¾ Jahr später schlug ein Blitz in die gerade erst aufgebaute Scheune des Bauern Schaub ein und vernichtete die Scheune erneut.

Daraufhin beschloss der Gemeinderat den Kauf einer neuen Saug- und Druckspritze.

 

Sie wurde am 01.April 1913 geliefert.

Die Saug-Druckspritze bediente man mit 8 Feuerwehrmännern und hatte eine Wasserlieferung von 180 L / Minute.

Sie erreichte mit 1 Rohr eine Wurfweite von 28 Metern.

 

Am 08.Oktober 1942 gab es durch einen Blitzeinschlag einen Großbrand in Großenseebach, dem die Scheune der Familie Breun (Schulstr. 8) zum Opfer fiel, die Anwesen der Familien Seeberger und Kaschenreuther waren auch bedroht. Die Feuerwehren aus Großenseebach und den umliegenden Gemeinden hatten Mühe, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Auch französische Kriegsgefangene wurden zur Mithilfe verpflichtet.

Bei den Löscharbeiten am Scheunengiebel erlitt der frühere Bürgermeister Valentin Müller durch den einstürzenden Giebel lebensgefährliche Verletzungen. Auch ein Weisendorfer Feuerwehrmann wurde verletzt.

Aber nicht nur mit Scheunen- oder Häuserbränden hatten die Feuerwehrleute zu kämpfen sondern auch mit Waldbränden:

Im August 1947 hatten die Männer der Freiwilligen Feuerwehren gleich zwei Waldbrände innerhalb von 2 Tagen zu bewältigen.

Am Nachmittag des 15. Augustes brach im Waldgebiet Weißlohe ein Brand aus, bei dem ca. 1.5 ha Gemeinde- und Korporationswald vernichtet wurden.

Zwei Tage später brannte der Wald südlich unserer Gemeinde. Die Stelle wird heute als „Brandplatz“ bezeichnet. Es wurden ca. 5 ha Korporationswald vernichtet.

 

Endlich ist es soweit:

Am 25. August 1953 traf der Tragkraftspritzenanhänger mit der TS 6 ein.

Zur Einweihung der neuen Motorspritze, wurde das 60jährige Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr vorverlegt und am 23. Mai 1954 gefeiert.

Dabei wurde unter anderem auch eine Einsatzübung der neuen TS 6 abgehalten.

Ihren ersten großen Einsatz hatte diese TS 6 im Jahre 1959 bei dem Brand, Mirschberger / Körner (jetzt Hauptstr. 18/22) der fast zu einer Katastrophe für Großenseebach geworden wäre.

Am 22. Juli 1959 kurz nach 01.Uhr 30 wurde durch den Nachbarn, Rudolf Körner, ein Brand in der Scheune des Bauern Konrad Mirschberger bemerkt.

Dieser blies auf seiner Posaune solange „Feuer, Feuer“, bis die gesamte Ortschaft geweckt war. In kürzester Zeit, stand die Scheune in hellen Flammen. Die eintreffende Ortswehr konzentrierte sich nach einem vorbildlichen Entschluss des damaligen Kommandanten Adam Hofmann sofort auf die in Richtung Weisendorf gelegene Scheune - nicht auf den Brandherd, sondern versuchte ein weiteres Ausbreiten des Brandes zu verhindern, dies gelang, und somit wurde die gesamte Straßenfront Richtung Weisendorf vor den Flammen gerettet.

Trotz eintreffender Unterstützung der Nachbarwehren, wurden mehrere Nebengebäude vom Anwesen Körner vernichtet. Das Anwesen Mirschberger lag in Asche.

Aufgrund der sofortigen Entscheidung des Kommandanten Adam Hofmann konnte eine große Katastrophe verhindert werden. In der Feuerwehrzeitung „Brandwacht“ folgte daraufhin ein zweiseitiger Bericht, in dem diese Entscheidung groß herausgestellt wurde. Durch ein ¼ -seitiges Bild des Posaune spielenden Rudolf Körner in der Wochenschau (Vorläufer der Bildzeitung) wurde dieser Brand weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt.

 

Unter Mithilfe der FFW Herzogenaurach wurde die Ausbildung der ersten beiden Gruppen auf das Leistungsabzeichen in Großenseebach vorbereitet. Sie bestanden die Prüfung am 26.08.1962.

 

Im November 1968 brannten die aneinander gebauten Scheunen der Fam. Thomas Müller Am Bach 2, und der Fam. Fritz Müller Winkelweg 3 gänzlich ab.

Unsere Standarte bekamen wir 1972 anlässlich der 75 Jahresfeier des Vereines

 

Während eines Feldgottesdienstes wurde die Standarte, die von Adam und Kurt Gumbamnn aus Niederndorf gesponsert wurde, geweiht.

Es folgte der Festumzug mit zahlreichen Vereinen.

 

 

 

 

1975 wurde der Feuerschutz durch den Bau der zentralen Fernwasserleitung mit Hydrantenanschlüsse erheblich verbessert.

Entsprechende Übungen an den Hydranten wurden vom damaligen Kommandanten Andreas Hüttner befohlen.

 

Im November 1978 wurde die Freiwillige Feuerwehr zu einem Dachstuhlbrand

in der Hauptstr. 34, Fam. Schickert alarmiert. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehrmänner konnte ein weiteres übergreifen der Flammen auf die Nachbargebäude verhindert werden.

 

 

 

 

Unsere Jugendkapelle wurde 1978 gegründet. Der Vorschlag hierzu stammt von Albin Singer, dem damaligen 1. Feuerwehrvorsitzenden.

Georg Körner aus Hemhofen konnte als Dirigent und Gesamtausbilder verpflichtet werden.

 

 

 

Am 22.04.1985 wurde das neue LF 8 in Giengen a. d. Brenz abgeholt.

Bei der Übergabe wurde festgestellt, dass an beiden Fahrzeugtüren Großenseebach falsch geschrieben war (statt den scharfen s zwei einfache s). Nach einiger Wartezeit war das kleine Problemchen behoben und jeder der „Abholer“ durfte das neue LF8 eine gewisse Strecke heimfahren.

 

Auch nahmen erstmalig im Frühjahr 1985, unter Führung des damaligen Kommandanten Hans Hofmann, 12 Großenseebacher Feuerwehrmänner an der Ausbildung zum „Atemschutzgeräteträger“ in Herzogenaurach mit Erfolg teil.

Das 1. Gold/Rote- Abzeichen wurde 1988 in unserer Wehr erfolgreich absolviert. Von der jetzigen Gruppe 1 – zu ihnen ist zu bemerken, dass sie bereits 1976 gemeinsam das silberne Abzeichen abgelegt haben, und die Gruppe in dieser Zusammensetzung heute noch fast so besteht.

Die ersten aktiven Feuerwehr-Kameradinnen traten 1990 ihren Dienst an. Der damalige Kommandant Manfred Weiser übernahm die Gruppenführung.

Das erste Abzeichnen wurde 1991 erfolgreich abgelegt, inzwischen haben die ersten Damen schon das Gold/Rote- Abzeichen.

 

Gleich zwei Brände in einer Woche gab es 1991, die erste Alarmierung wurde am  02.12. getätigt, bei einem Kaminbrand im Anwesen Müller Herbert, Am Bach 2

7 Tage später brannte der Dachstuhl des Nachbarn Seeberger Albert, Winkelweg 1.

Bei beiden Bränden konnte durch das rasche Eingreifen der Feuerwehren größere Schäden abgewendet werden.

 

Neben zahlreichen Bränden gab es noch eine Vielzahl von verschiedenartigen Hilfeleistungen

z.B. bei Verkehrsunfällen, Keller auspumpen und vieles mehr.

 

Vom 20. bis 22. Juni 1997 konnten wir das 100jährige Gründungsfest groß feiern.

Unser damaliger Vorstand Oskar Denk eröffnete am Freitag die Festlichkeiten und zum Auftakt gab es die große Gala der Volksmusik mit „Stefanie Hertel & Stefan Mross“

Am Samstag ganz traditionell das Johannisfeuer gemeinsam mit den Seebacher Vereinen. Musikalisch wurde dieser Abend von der Jugendkapelle umrahmt.

Am Sonntag der Festgottesdienst abgehalten, anschließend unser großer Festumzug durch den Ort, es nahmen ca. 90 Vereine inklusive Feuerwehrvereine aus dem ganzen Landkreis teil.

 

Zwei Jahre später hatten wir schon wieder eine Jubiläumsfeier:

20 Jahre Jugendkapelle, verbunden mit dem damaligen Kreismusikfest des Nordbayrischen Musikbundes das in Großenseebach gefeiert wurde. Unsere Jugendkapelle nützte die letzten 20 Jahre und mauserte sich zu einer sehr angesehenen Kapelle. Bereits beim Festkommers wurde die Goldmedaille am weißblauen Band verliehen.

Die Verleihungsurkunde der Promusika-Plaktette für 100 Jahre Blasmusiktradition in Großenseebach, unterzeichnet vom damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau wurde 2001 in der Mehrzweckhalle feierlich übergeben.

1997 machte sich unsere Jugendfeuerwehr erstmalig zum Jugendzeltlager auf, 1999 errangen sie den ersten Pokal – dieses war Ansporn für die nächsten Jahre, und somit haben sie schon insgesamt 8 Pokale erkämpft.

 

Unser bis heute längster Einsatz war am 22.07.2007 in Baiersdorf. Nach sturzflutartigen Regenfällen- in der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurde Baiersdorf und das Gebiet rund um Baiersdorf sowie die A73 überflutet. Eine nie vorstellbare Unwetterkatastrophe trat ein. Unter der Führung unseres Kommandanten Roland Schorr halfen wir beim Auspumpen von zahlreichen Kellern sowie von Tiefgaragen mit der Einsatz dauerte, von den frühen Morgenstunden bis Mitternacht.

 

Unsere Zukunft:

 

Ich denke diese Wehr kann getrost in die Zukunft schauen, da wir sehr engagierte Jugendliche sowie erfahrene Feuerwehrmänner haben, die diese Erfahrung in Form einer qualitativen Ausbildung weitergeben.

 

Und somit ist unsere Wehr bestens für die Zukunft gerüstet!

 
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